Pfedelbachs Trainer Michael Blondowski spricht in der Hohenloher Zeitung über die Zeit in der Quarantäne

„Wir werden noch mehr tun, als wir eh schon getan haben“

Nach zwei Wochen Stillstand: Pfedelbachs Trainer Michael Blondowski spricht über die Zeit in der Quarantäne – Trainer Michael Blondowski und die Pfedelbacher waren zur Untätigkeit gezwungen. Jetzt sind sie wieder raus aus der Quarantäne.

Von unserem Redakteur
Marc Schmerbeck

Die Quarantäne-Zeit des Fußball-Landesligisten TSV Pfedelbach ist am Sonntag zu Ende gegangen. Trainer Michael Blondowski bat seine Mannschaft, die eh spielfrei gewesen wäre, gleich zum Training. Schließlich steht nun nach zwei Wochen Stillstand die Partie gegen die Spvgg Satteldorf an. „Wir müssen alles dafür tun, dass die Saison sportlich zu Ende gebracht werden kann“, sagt er im Gespräch.

Herr Blondowski, wie ging es Ihnen in der Quarantäne?

Michael Blondowski: Es war ganz okay, aber gewöhnungsbedürftig. Man muss das Beste daraus machen. Aber so eine Situation hatte ich ja noch nie. Es ist schon schwierig, wenn man weiß, dass man nicht einfach mal schnell raus darf. Auch zum Einkaufen oder Joggen nicht. Dafür ist die Freude umso größer, wenn man dann wieder raus darf.

Wie sind die Tests ausgefallen?

Blondowski: Bis auf den beim Auslöser waren alle negativ. Wir waren aber nicht zu Tests verpflichtet. Wer 14 Tage in Quarantäne ist und bei dem an Tag 13 und 14 keine Symptome auftreten, bei dem ist alles in Ordnung. Die, die Symptome haben, müssen sich dann nochmal testen lassen.

Haben Sie ihren Spielern Übungen in die Quarantäne mitgegeben?

Blondowski: Selbstverständlich. Zum Beispiel einige Anregungen für Dehnübungen. Ich hoffe nur, dass keiner fünf Kilo zugenommen hat.

Sie hatten Glück im Unglück, dass ihrer Mannschaft dieses Wochenende Spielfrei war …

Blondowski: Es ist auf jeden Fall von Vorteil, dass wir erstmal nur eine Englische Woche durch das Nachholspiel haben. Wer weiß, wie es weitergeht. Jetzt trainieren wir drei Mal und dann geht es gegen Satteldorf. Es ist für mich auch neu, dass eine Truppe während der Saison komplett still steht und dann wieder los muss. Aber wir sind alle heiß darauf, wieder gegen den Ball treten zu dürfen.

Was haben Sie aus dem Vorfall mitgenommen?

Blondowski: Wir wollen wegen Corona technisch einiges umorganisieren. Auch am Spieltag, damit es im Fall der Fälle nur den positiv getesteten trifft und der Rest den Spielbetrieb aufrecht halten kann. Wir werden noch mehr tun, als wir eh schon getan haben.

Inwiefern?

Blondowski: Es war in der Summe einfach zu viel Kontakt zwischen den Spielern. Wir wollen zum Beispiel die Zeit zusammen in der Kabine minimieren. Wir haben da zwar schon vorher viel beachtet, doch wir müssen da noch mehr aufpassen.

Was ist Ihre Meinung, kann die Saison zu Ende gespielt werden?

Blondowski: Ich hoffe es. Das muss das oberste Ziel sein. Bisher ist ja trotz der großen Ligen und der vielen Vereine verhältnismäßig wenig passiert. Nochmal eine Liga-Aufstockung und Wertung nach der Quotienten-Regel wäre nicht gut. Wir müssen alles dafür tun, dass die Saison sportlich zu Ende gebracht werden kann.