Rope Skipping: Gau- meisterschaften in Pfedelbach in netter Atmosphäre

imagesRope Skipping: Gaumeisterschaften in Pfedelbach in netter Atmosphäre

Ein großes Miteinander

Sarah Wolf rechnet mit. „Noch einen Monat und einen Tag“, sagte sie am Samstagmittag.

 

Dann wird sie in Tampa (Florida) bei den Jugend-Weltmeisterschaften im Rope Skipping an den Start gehen. Am Samstag war die 17-Jährige als Kampfrichterin bei den Gaumeisterschaften in Pfedelbach aktiv. Derzeit steht sie voll im Training. Die Künzelsauerin muss ihre Freestyle-Kür kräftig umstellen. International herrschen eben andere Anforderungen. Grob gesagt muss sie doppelt so viele Sprünge in ihrer Kür in der gleichen Zeit springen. So trainiert sie derzeit drei Mal pro Woche und geht zusätzlich noch Laufen. „Die Vorfreude ist da“, sagt Wolf, „aber auch die Nervosität. Ich freue mich auf Amerika und darauf, Springer auf internationalem Niveau zu sehen.“ Sie selbst springt ihre Kür zu zwei Titeln aus dem Musical „Der König der Löwen“. „Ich wollte einfach mal was anderes“, sagt sie. „Und als Kampfrichterin weiß ich, dass die Chart-Lieder einfach zu oft vorkommen.“ Und so gehört es auch zur Taktik, durch die Musik etwas herauszustechen. „Ich wollte etwas, das berührt, etwas mit Gänsehautfeeling.“
100 Teilnehmer Bei den Gaumeisterschaften hatte Wolf zusammen mit den anderen Kampfrichtern rund 100 Teilnehmer zu bewerten. „Das ist ein lockerer Wettkampf mit richtig netter Atmosphäre“, sagte Brigitte Roth vom TSV Künzelsau. Es war ein Einstiegswettkampf für Rope Skipper, die bislang noch nicht auf einer Landesmeisterschaft teilgenommen haben. Roth hat dem Sport in Hohenlohe zu einiger Aufmerksamkeit verholfen. Von Künzelsau aus bilden sich nun immer mehr Abteilungen. Neben dem TSV stellen der TSV Niedernhall und der TSV Pfedelbach ein großes Kontingent an Springern. Hinzu kommt der TSV Ernsbach, der gerade eine Abteilung im Aufbau hat. „Wir haben jetzt auch genügend Kampfrichter, da hat Erika Funk vom TSV Niedernhall gute Aufbauarbeit geleistet“, sagt Roth. Und das Gute daran: Die Springer sind zwar im Wettkampf Konkurrrenten, unterstützen sich aber gegenseitig.
Hilfsbereitschaft „Es ist das Schöne, dass jeder jedem hilft“, sagt Andrea Wenczel, die vor sechs Jahren die Abteilung des TSV Pfedelbach gegründet hat. „Wir haben mit 25 Mitgliedern angefangen und sind nun bei 112“, sagt Wenczel. „Es herrscht so viel Hilfsbereitschaft unter den Vereinen und kein Konkurrenzdenken.“ So leisteten die Künzelsauer Aufbauarbeit in Niedernhall und Pfedelbach. Niedernhall leistet nun „Entwicklungshilfe“ in Bad Mergentheim. Und Wenczel nennt die Vorzüge des Sports: „Es ist von allem was dabei. Man braucht körperliche Fitness, kombiniert mit gymnastischen Elementen und Kraftübungen.“ Im Freestyle müssen diese dazu kreativ zur Musik kombiniert werden.

 


Denise Wenczel zeigt einen Handstand-Überschlag.


Auch gymnastische und tänzerische Elemente gehören zum Rope Skipping. Zumindest im Freestyle, bei dem auf Musik gesprungen wird.


Hoch hinaus: Sarah Wolf vom TSV Künzelsau wird bei den Weltmeistershaften im Rope Skipping an den Start gehen. Diese finden am 1. August in Tampa/Florida statt. Als Showeinlage zeigte sie bei den Gaumeisterschaften ihre Kür.

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